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Frieden im Nahen Osten kommt mal wieder voran PDF Drucken E-Mail

„Israel hat jedes Maß verloren"
„Der israelische Staat hat es sich auf seinem Stammplatz am Pranger der Welt bequem gemacht und so schlimmen Schaden angerichtet – für seine Stellung in der Region. Wer von so vielen Seiten angefeindet wird, ist dringend auf Freunde angewiesen.“ (Süddeutsche Zeitung online, 31.5.)
So liest sich aktuell eine gleich mehrfach aufschlussreiche „Kritik“ an dem Mittelmeer-Massaker durch israelische Elitetruppen, die wir so oder ähnlich auch aus jeder anderen deutschen Quelle hätten zitieren können:
• Israel habe mit der Aktion „jedes Maß verloren“. Was wäre denn das richtige „Maß“ fürs Erschießen von Leuten, die Fertighäuser und Rollstühle ins abgeriegelte Gaza schaffen wollen? Erst mal nur fünf statt gleich 19 Tote? Fangschüsse ins Bein statt gleich in den Kopf? Merke: Die Forderung nach „Verhältnismäßigkeit“ teilt den Zweck, meldet aber ganz prinzipiell den Anspruch auf Mitsprache beim Erschießen an.

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Die Finanzmärkte drohen den Euro-Staaten mit Kreditentzug – Deutschlands Antwort: PDF Drucken E-Mail
„Das größte Sparpaket in der Geschichte der Bundesrepublik“ (Teil 1)
Milliardenschwere Bankenrettungen und Konjunkturprogramme haben die Staatsverschuldung der Euro-Staaten enorm wachsen lassen. Prompt werfen die gerade geretteten Finanzkapitalisten die Frage auf, ob diese Schulden ihrer staatlichen Retter überhaupt noch „solide“ sind, aus künftigen Staatseinnahmen bedient werden können, und was die Staatsschuldpapiere, die sie fleißig gekauft haben, noch wert sind.
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Aus unserer Serie: Klassenharmonie erübrigt Klassenkampf PDF Drucken E-Mail

Ein Betriebsrat dreht auf
Mr. Opel Klaus Franz investiert den Lohn der Belegschaft
Im Frühjahr des Jahres ist der amerikanische Automobilkonzern General Motors von Insolvenz bedroht und damit auch seine europäische Tochtergesellschaft Opel. Jahrelange Lohnkürzungen, Stellenstreichungen und Leistungssteigerungen für die weiter beschäftigten Arbeiter, in Detroit wie in Rüsselsheim und anderswo, haben nicht dazu geführt, den Kapitalgebern die beanspruchte Rendite zu erwirtschaften. Die sind nicht mehr bereit, die Verluste zu tragen und GM noch weitere Kredite zur Verfügung zu stellen. Tausende von Beschäftigten müssen deshalb davon ausgehen, ihre Existenzgrundlage zu verlieren – wie es Tausende schon bisher erlebt haben, so lange der Konzern noch darauf gesetzt hat, nach Entlassungen mit dem Einsatz der verbliebenen Arbeitskräften Investitionen lohnend zu machen.
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Fußball-Fieber PDF Drucken E-Mail
Wenn Nationen Tore schießen...
Wenn Podolski, Kaka oder Ronaldo ein Tor schießen, steigt weder das Bruttoinlandsprodukt noch der außenpolitische Einfluss des Landes. Belanglos sind die Ergebnisse der Nationalkicker deswegen noch lange nicht. Während der WM herrscht Ausnahmezustand: Wildfremde Menschen, die sich sonst eher misstrauisch begegnen, liegen sich beim Public Viewing betrunken in den Armen; Fabrikbesitzer, die normalerweise um jede Sekunde Arbeitszeit feilschen, halten die Fließbänder an, damit ihre Arbeiter den Nationalhelden die Daumen drücken können; Lehrer, die ansonsten jede Fehlstunde penibel ins Klassenbuch eintragen, schicken die Schüler auch schon mal nach Hause; die Herrschenden unterbrechen beim G20-Gipfel pünktlich zum Spiel ihre Sitzung und die Sprecher von Tagesschau und „heute“ widmen ohne Weiteres die Hälfte ihrer Sendeminuten Berichten über die Taten der deutschen Mannschaft.
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Enke-Feiern & Volkskrankheit Depression PDF Drucken E-Mail
Ein Volk in Trauerlaune

Robert Enke, Nationaltorwart für kurze Zeit, nach Auskunft vieler ein sehr netter Kerl, litt an Depressionen, die ihn in Schüben übermannten und letztlich seinen Selbstmord hervorriefen. Nach allgemeiner Auskunft ist der „Erfolgsdruck, unter dem er stand“, ein Hintergrund für diese tragische „Charakterveränderung“; er ist mit dem Erfolgsdruck, der insbesondere ausschloss, über seine Probleme je etwas an die Öffentlichkeit zu lassen, nicht mehr klar gekommen.

So weit, so schlecht.

Insoweit ist Enke einer von vielen Fällen, in denen ein Mitglied unserer Welt der freien Selbstverwirklichung die Schwierigkeiten beim Erfüllen irgendwelcher (auch seiner eigenen) Anforderungen gegen sich selbst kehrt; eben nur ein prominenter Fall. Ein paar Schlüsse auf unsere sog. „Leistungsgesellschaft“ und die Psycho-Logik des subjektiven Zurechtkommen-Wollens in ihr kann man da schon ziehen.

Was die Öffentlichkeitaus diesem Fall macht, ist etwas ganz anderes:

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