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Der Betriebsrat und IGM informieren |
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Die Belegschaft von Opel Bochum braucht sich nicht auf die Medien zu verlassen, die jeden Tag etwas anderes berichten. Sie bekommt den neuesten Stand der Übernahme von Opel von ihren Vertretern aus erster Hand: „Liebe Kolleginnen und Kollegen, am Donnerstag, den 10.9.09 haben Magna und die russische Sherbank von GM eine Kaufangebot für Opel („New Opel“) erhalten. Mit dieser Entscheidung für einen Investor konnten die Schließungspläne für Bochum und Eisenach gestoppt werden.“ (Betriebsratsinfo vom 18.9.09) Eine seltsame Mitteilung: Wer hat denn da was gestoppt? Was wie eine Erfolgsmeldung daher kommt, ist nichts anderes, als dass die Zukunft der Opelarbeiter von den Geschäftskalkulationen von GM und Magna abhängen. Als dieses Anhängsel wurden sie auch die ganze Zeit behandelt, weswegen jede Kalkulation von GM wie der möglichen Investoren von der Öffentlichkeit darauf hin abgeklopft wurde, was dies für New Opel, den Standort Bochum oder die dort Beschäftigten heißen könnte. Dass die sich mit jeder Entscheidung abzufinden haben, war dabei unterstellt. |
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Die neue Bundesregierung will den |
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Ausstieg aus dem Ausstieg aus der Kernenergie Kaum demokratisch ermächtigt hält es die neue schwarz-gelbe Regierung für angebracht, rot-grüne Bedenklichkeiten ad acta zu legen, das bisher gültige Ausstiegsszenario zu revidieren und wieder verstärkt auf die Kernkraft zu setzen (s. Koalitionsvertrag): „Die Kernenergie ist eine Brückentechnologie, bis sie durch erneuerbare Energien verlässlich ersetzt werden kann.“ Mit „Brückentechnologie“ soll zwar so etwas wie eine zeitliche Befristung suggeriert werden - die allerdings könnte unbestimmter nicht sein. An dem Maßstab jedenfalls, die Kernenergie „verlässlich“ zu ersetzen, können sich die erneuerbaren Energien noch viele Jährchen abarbeiten. Und „solange“ muss Kernenergie einfach sein: „Andernfalls werden wir unsere Klimaziele, erträgliche Energiepreise und weniger Abhängigkeit vom Ausland nicht erreichen.“ Und das sind ja alles drei ganz prima Sachen, gegen die kein Mensch was haben kann, oder? Man darf dabei nur nicht darüber nachdenken, welche Härten aus der Welt von kapitalistischem Geschäft und imperialistischer Inanspruchnahme der Restwelt bei diesen so unwidersprechlich daherkommenden Zielen wie selbstverständlich unterstellt sind:
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Haiti: Drama in (vorerst) drei Akten |
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Wozu Katastrophen alles gut sind
Ein schweres Erdbeben tötet mehrere zehntausend Menschen sofort und zerstört das Bisschen an „Infrastruktur“ und „Ordnung“ eines Landes, das notorisch und seit vielen Jahren zu den „ärmsten Ländern der Welt“ gehört. Haiti ist nämlich ein Musterland des klassischen karibischen Hinterhofs: Nicht mehr viel zu holen dort seit dem Ende von Plantagenwirtschaft und Sklaverei, deshalb bitterarm und ein wenig instabil, aber im Prinzip alles unter Kontrolle. Jedenfalls keine Gefahr von Linksabweichlertum wie in Kuba oder Venezuela. Und mit den paar Elends-Flüchtlingen wird die US-Küstenwache lässig fertig. Kurz, ziemlich uninteressant dieses Land. So uninteressant, dass dem deutschen Publikum im Fernsehen erst erläutert werden muss, dass sich Haiti mit dem bekannten Feriendomizil DomRep eine Insel teilt. |
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Notenbanken dürfen jetzt keine Fehler machen |
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Kritische Wirtschaftsjournalisten fordern entschieden: Notenbanken dürfen jetzt keine Fehler machen! Dass der Kapitalismus, dessen weltweite Herrschaft sie uneingeschränkt bejahen, lauter Widersprüche hervorbringt, sie sprechen dann in ihrer Bildersprache verständnisinnig von „volkswirtschaftlichen Verwerfungen“, ist den Profi-Beobachtern und –begutachtern völlig klar und kein Problem. `So ist das halt!´, lautet ihr lakonisches Credo dazu. |
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Wieder ein Fall von: Die Welt ist ungerecht |
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American Heroes „Die Helfer, die bei den Rettungsarbeiten nach den Anschlägen vom 11. September ihre Gesundheit verloren, werden entschädigt!“ berichtet die SZ vom 13. März 2010 (hieraus alle folgenden Zitate). Michael Moore hat über diese Geschichte, die in Amerika zu einem kleinen Skandal geworden ist, einen Film gemacht. „Sicko!“ Botschaft und Inhalt des Streifens umreißt die SZ wie folgt: „Wohlmeinende, ehrliche Leute, die für ihr Land anpacken und dann von diesem im Stich gelassen wurden. Viele können nicht mehr arbeiten, haben mit den Jobs ihre Versicherung verloren und verlieren nun, weil sie jeden Cent für Ärzte und Medikamente ausgeben, auch ihre Wohnungen.“ Die Betroffenen, mit ihnen Michael Moore und breite Teile der Bevölkerung, deuten das Schicksal der ehemaligen Helden als Skandal. Von der Nation, von Staat, Unternehmern und ihren amerikanischen Volksgenossen haben sie offensichtlich anderes erwartet und klagen deshalb an.
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