Energie, Umwelt, Klima
Zwei Gutachten zur neuen schwarz-gelben Energiewende PDF Drucken E-Mail

Ein Lehrstück über wissenschaftliche Politikberatung

Staatliche Kalkulationen mit riskanten Technologien wie der Stromgewinnung aus Kernkraft fallen verschieden aus, je nachdem, über welche verschiedenen Möglichkeiten der nationalen Energieversorgung ein Staat verfügt oder in Bälde verfügen zu können meint. Auch „nach Fukushima“ sehen die großen Weltmarktkonkurrenten wie USA, China, Japan oder Deutschland keineswegs denselben oder überhaupt einen Handlungsbedarf in Sachen Atomenergiepolitik (vgl. dazu die Artikel "Nach Fukushima: Wende in der Atompolitik?" und "Laufzeitverlängerung für AKW's beschlossen: Rot-grün-schwarz-gelbe Energiepolitik"). Im Rahmen dieser Abwägungen wird auch das Risiko für die Volksgesundheit verschieden bewertet. Mal wird es als tragbar erachtet, mal nicht. So oder so ist Rücksicht auf die Leute, die ein Staat als seine „Ressource“ verbucht, eine Sache, die von vielem abhängig gemacht wird und entsprechend aussieht.
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Nach Fukushima PDF Drucken E-Mail

Wende in der Atompolitik?
Wie man hört, haben ja alle viel gelernt aus der Fukushima-Katastrophe. Die Welt sei eine andere geworden. Die Kanzlerin hat – mit viel Gespür für gekonnte Öffentlichkeitspolitik, wie ihr von professionellen Meinungsbildnern gleich anerkennend bescheinigt wurde – schnurstracks ein dreimonatiges Moratorium erlassen, um Deutschlands Kernkraftwerke durchzuchecken. Zwar hat dieses prompte Manöver die Wahlergebnisse nicht ganz im Sinne der Regierung rumgerissen, aber tatsächlich scheint ein gewisses Überdenken der deutschen Energiepolitik auf der Tagesordnung zu stehen. Während im Herbst die Behauptungen, „deutsche AKW’s sind sicher“ und die geplante „Laufzeitverlängerung sei „alternativlos für den deutschen Standort“, quasi als Staatsräson galten, wurden nun einige alte Meiler abgeschaltet; eine Ethik-Kommission ist zusammengetreten, um über die Atompolitik generell nachzudenken.
Um was geht es bei der seitdem heftig diskutierten Wende in der Atompolitik?

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Atomunfall in Japan (2) PDF Drucken E-Mail
In Japan GAU, in Deutschland Hysterie
In Japan passiert ein Super-GAU mit den bereits bekannten und noch gar nicht absehbaren verheerenden Folgen für Land und Leute. Die deutsche Regierung stellt daraufhin ihre bisherige Energiepolitik, die die Atomenergie im nationalen Energiemix für die nächsten 40 Jahre nicht missen will (eine so genannte „Brückentechnologie“ also, die in regierungsamtlicher bundesrepublikanischer Sprachregelung auch noch als „umweltfreundlich“ und bis auf ein winziges Restrisiko als „sicher“ zu gelten hat), auf den Prüfstand. Am japanischen Atomunfall ist ihr aufgefallen, dass diese Technologie, die doch den deutschen Standort voranbringen sollte in seinem unbegrenzten Heißhunger nach Energie als Mittel für kapitalistisches Wachstum, tatsächlich einen unerwünschten „Neben“-Effekt haben kann, den sie sich bisher als statistisch völlig unwahrscheinlich kleingerechnet hat: Womöglich schadet der Einsatz dieser Technik dem Standort in einem Ausmaß, dass erhebliche Teile von Land und Leuten als brauchbare Ressource für Wachstum dauerhaft kaputtgemacht werden.
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Die nächste nationale Debatte - und was man an ihr lernen kann PDF Drucken E-Mail
Atomunfall in Japan
Na klar, jetzt haben es alle schon immer gewusst: Die Atomtechnik ist tendenziell unbeherrschbar. Bis vor kurzem hat man zwar erbittert auf allen Kanälen behauptet, dass Kernkraftwerke heutzutage auf einem solchen Sicherheitsstandard basieren, dass nur ein extrem böser, parteitaktischer, eher noch staatsfeindlicher Wille das in Zweifel ziehen kann. Jetzt, „nach Japan“, ist die Welt angeblich „anders“ geworden.
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Einsatz im außer Kontrolle geratenen AKW: PDF Drucken E-Mail
Was die Umstände erfordern
„Um weiterhin Arbeiten auf dem Gelände des AKW zu ermöglichen, wurde die zulässige Strahlenbelastung für die Belegschaft deutlich erhöht: Die Erhöhung des Grenzwerts von 100 auf 250 Millisievert pro Jahr sei `unter den Umständen unvermeidbar´, teilte das Ministerium für Arbeitsgesundheit mit.“ (tagesschau.de, 16.03)
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