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Das Öl im Golf von Mexiko: Unvorhergesehener Kostenfaktor einer marktwirtschaftlichen Geschäftskalkulation
oder:
Eine „menschliche“ Katastrophe?
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Wenn Staaten das Klima schützen wollen ... |
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Durch die Weltwirtschaftskrise kommt es zu einem Rückgang der CO2-Emissionen um 3-5 Prozent. Experten zufolge ist das der größte Rückgang seit 40 Jahren. Viel mehr jedenfalls, als die vereinte Runde der politischen Führer in ihren jahrzehntelangen „Bemühungen“ zustande gebracht hat. Kaum gerät das weltweite Wachstum ins Stocken, gelingt effektiver Klimaschutz also wie von selbst! UN-Beauftragte sehen in dieser Tendenz eine Chance, unter anderem für eine „Energiewende“, und fordern nun Zusagen der amtierenden Machthaber für die nächste historische Klimakonferenz in Kopenhagen. Die Zusagen für Reduktion der Emis-sionen und für Ausgleichszahlungen an Dritt-Welt-Länder bleiben allerdings vorerst aus. Kein Geld von den USA, kein Geld von China, von Russland und der EU auch nicht. Die Be-gründung: Den politischen Sachwaltern des Kapitalismus fehlen die Mittel: 20-50 Milliarden. Alles Geld, so die Auskunft, das die Mächtigen haben oder auch nicht haben, benötigen sie dringend, um das Wachstum genau jener Wirtschaft zu fördern, die mit ihrem Energiehunger für den steigenden Kohlenstoffausstoß verantwortlich ist. Weitere Fabriken und Kraftwerke, Ausbau von Straßen, sogar Prämien zur Vernichtung funktionstüchtiger Autos gehören zu daher zu den Konjunkturprogrammen.
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Südseeinsulaner wie die 10.000 Einwohner von Tuvalu gelten seit jeher als die „Kinder“ und „Glückspilze“ unter den Menschen. Sie leben in einem Klima, das freundlich und angenehm ist und eine Naturlandschaft entstehen lässt, in der der Mensch gut leben kann. Der harte Zwang zu Arbeit und Anstrengung, auch zur Entwicklung von allerhand Technik fehlt. Die Leute leben glücklich und genügsam.
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Ausstieg hin oder her |
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Strahlender Müll für die Ewigkeit
Kernkraftwerke produzieren neben Strom eine besondere Sorte Müll: Die abgebrannten Brennstäbe enthalten so viel radioaktives Material, dass bei deren Entsorgung „Personal, Bevölkerung und Umwelt vor den schädlichen Wirkungen geschützt werden müssen – und dies nicht nur kurzfristig, sondern langfristig für den Zeitraum von über eine Million Jahre“ (Bundesamt für Strahlenschutz). Angesichts einer derartig dimensionierten Gefahrenlage für Land und Leute, die ihm nützlich bleiben sollen, ist unser Staat – nicht etwa abgeschreckt, sondern: - wild entschlossen, hier „Verantwortung“ zu übernehmen. Im Atomgesetz ist verankert, dass die Bundesregierung höchstselbst für den Umgang mit dieser Sorte Abfall der etwas anderen Art (enorm haltbare Strahlkraft!) zuständig ist. |
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Die neue Bundesregierung will den |
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Ausstieg aus dem Ausstieg aus der Kernenergie Kaum demokratisch ermächtigt hält es die neue schwarz-gelbe Regierung für angebracht, rot-grüne Bedenklichkeiten ad acta zu legen, das bisher gültige Ausstiegsszenario zu revidieren und wieder verstärkt auf die Kernkraft zu setzen (s. Koalitionsvertrag): „Die Kernenergie ist eine Brückentechnologie, bis sie durch erneuerbare Energien verlässlich ersetzt werden kann.“ Mit „Brückentechnologie“ soll zwar so etwas wie eine zeitliche Befristung suggeriert werden - die allerdings könnte unbestimmter nicht sein. An dem Maßstab jedenfalls, die Kernenergie „verlässlich“ zu ersetzen, können sich die erneuerbaren Energien noch viele Jährchen abarbeiten. Und „solange“ muss Kernenergie einfach sein: „Andernfalls werden wir unsere Klimaziele, erträgliche Energiepreise und weniger Abhängigkeit vom Ausland nicht erreichen.“ Und das sind ja alles drei ganz prima Sachen, gegen die kein Mensch was haben kann, oder? Man darf dabei nur nicht darüber nachdenken, welche Härten aus der Welt von kapitalistischem Geschäft und imperialistischer Inanspruchnahme der Restwelt bei diesen so unwidersprechlich daherkommenden Zielen wie selbstverständlich unterstellt sind:
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