
| Die nächste nationale Debatte - und was man an ihr lernen kann |
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Atomunfall in Japan Na klar, jetzt haben es alle schon immer gewusst: Die Atomtechnik ist tendenziell unbeherrschbar. Bis vor kurzem hat man zwar erbittert auf allen Kanälen behauptet, dass Kernkraftwerke heutzutage auf einem solchen Sicherheitsstandard basieren, dass nur ein extrem böser, parteitaktischer, eher noch staatsfeindlicher Wille das in Zweifel ziehen kann. Jetzt, „nach Japan“, ist die Welt angeblich „anders“ geworden. Man sei eines Besseren belehrt und wisse nun, dass diese „Technik“ es doch ganz schön in sich hat. Schon daran kann man bemerken, dass diese Welt kein bisschen anders ist „nach Japan“ – denn das ist nichts anderes als die nächste Lüge. „Die Technik“ hat nämlich keine Atomkraftwerke bestellt und gebaut und sie hat auch keine Sicherheitskriterien vorgegeben, die mit Erdbeben bis zur Stärke 8 operieren. „Die Technik“ steht mit all ihrem Wissen und ihrer Konstruktionskunst im Dienst einer nationalen Energiepolitik, die für die zuverlässige und kostengünstige Anlieferung des entscheidenden Grundstoffs für kapitalistisches Wachstum und die damit bestrittene internationale Standortkonkurrenz zu sorgen hat. Entweder man macht sich deren Berechnungen klar – dann weiß man auch, gegen was man antreten muss, wenn man solche Schönheiten wie „Restrisiko“, „Strahlengrenzwerte“ oder ein „Endlagerproblem“ nicht so gerne haben will. Oder man lamentiert noch ein paar Jahrzehnte über „die Technik“, wahlweise oder kombiniert mit „dem Menschen“, der zuviel will in der Welt, bzw. einer „Natur“, die diesem überehrgeizigen Geschöpf dann doch in die Quere kommt. Mehr dazu demnächst, hier erst einmal drei Lesetipps: |


