Über uns
Was wir wollen PDF Drucken E-Mail


Wir wollen schlicht unsere Kritik an den aktuellen Machenschaften von Staat und Kapital möglichst gut verständlich verbreiten.
Motive und Anlässe dafür haben wir wirklich mehr als genug. Die kapitalistische Welt präsentiert uns:


• das allseits präsente Nebeneinander von Armut und Reichtum,
• das „Lebensrisiko“ Arbeitslosigkeit als bedrohliche Alternative zu einem Arbeitsleben, welches bekanntlich nicht jene reich machen soll, die schon über den Besitz eines Arbeitsplatzes froh sein können,
• die Nutzung der natürlichen Lebensgrundlagen als kapitalistisches Geschäftsmittel, so dass gesundheitsgefährdender Konsum an der Tagesordnung ist und darüber hinaus eine „Klimakatastrophe“ in den Bereich des Wahrscheinlichen rückt,
• einen Staat, der einen per Gesetz und mit seiner Gewalt darauf verpflichtet, sich unter den Bedingungen, die er diktiert, durchs Leben zu schlagen,
• eine politische Führung, deren aktuelle Besetzung man demokratisch wählen darf und die sich dann die nächsten vier Jahre darauf berufen kann, zu all ihren Entscheidungen legitimiert zu sein,  
• die Notwendigkeit von Rüstung, um diese schöne Ordnung gegen ganz ähnlich verfasste Gemeinwesen zu verteidigen,
• ein Privatleben, welches durch Miete- und Steuerzahlen, Einkaufen und familiäre Verpflichtungen mehr den Interessen von Vermietern, Einzelhandel, Arbeitgebern und dem Fiskus als dem eigenen Vergnügen dient,
• eine Wissenschaft und Bildung, die sich ganz in den Dienst dieser Gesellschaft um die Verbesserung ihrer ökonomischen, militärischen, rechtlichen und medizinischen Grundlage stellt. Und/oder die sich dabei aber um den Nachweis bemüht, dass dies alles nicht das Resultat einer Staatsgewalt und ihrer brutalen Wirtschaftsweise, sondern komplexen Strukturen und Prozessen zu verdanken ist, die zwar hinter dem Rücken der Leute agieren, dabei aber mit einer „invisible hand“ letztlich doch zum Wohle aller erfunden sind...,
• zu alledem ein kongeniales geistiges Leben, das entweder gleich zu religiösem Wunderglauben, Selbstlosigkeit und Heimatliebe oder zu kritischer Anteilnahme an den Problemen „unserer Gesellschaft“, „unserer Wirtschaft“ und „unserer Politik“ auffordert –nicht ohne zu betonen, dass es sich bei Marktwirtschaft und Demokratie fraglos um die einzig menschengemäße Lebensform handelt.

Alles das halten wir weder für selbstverständlich noch für unabänderlich. Auch wenden wir uns gegen den Dogmatismus, nach dem vor jedem Protest und vor allem vor jeder Analyse der Ursachen schon fest steht, dass soziale Unzufriedenheit und politische Kritik sich darauf verpflichten lassen muss, „es“ besser zu machen. Statt Parteinahme für die Gegenstände der eigenen Kritik – also der Forderung nach einer besseren Wirtschafts-, Sozial-, Außen- oder Bildungspolitik, besserem Krisen- oder Unternehmensmanagement etc. pp. – halten wir es für durchaus denkbar, dass die oben genannten Umstände nicht ungewollte Nebenerscheinungen, sondern notwendige und fest einkalkulierte Konsequenzen dieser Wirtschaftsordnung und dieses Staates sind. Um hier Klarheit zu schaffen, halten wir die unvoreingenommene Analyse der Misere, mit der man es hier zu Lande zu tun kriegt, für notwendig.

• Die Selbstverständlichkeit der herrschenden Zustände zu erschüttern,
• die parteilichen Ideologien der Öffentlichkeit zu widerlegen,
• eine Erklärung der Ursachen voranzutreiben und darüber die Systemfrage aufzuwerfen,
sind folglich die Ambitionen unserer Internetseite. Sie ist für uns eine Möglichkeit, auch ohne große finanzielle Mittel Argumente, Artikel und Flugblätter zeitnah für all jene zur Verfügung zu stellen, die ihre „Waffe der Kritik“ im Kampf gegen Dummheit und Gemeinheit schärfen wollen. Wer sie nutzen oder sich daran beteiligen will, wer zumindest eine abweichende Meinung zur Kenntnis nehmen will, bevor er sie be- oder verurteilt, ist uns als Leser willkommen.