Zitat der Woche
Kompromisslos! PDF Drucken E-Mail

Kompromisslos!
"Es kann nicht sein, dass Menschen ihre Gesundheit ruinieren müssen, um ihren Lebensunterhalt zu verdienen.“ (Carola Reimann, SPD, FR vom 6.7.)
Konsequenz?
Rauchverbot in Kneipen!
Der Klassenstaat schützt eben seine Proleten – vor unnötiger Gesundheitsbelastung!

 
Ein deutsches Sommermärchen PDF Drucken E-Mail

"Ein deutsches Sommermärchen

Gestern noch standen die Autofabriken still. Jetzt ist alles anders: Audi, BMW und Daimler werden der Nachfrage kaum Herr. Die Arbeiter müssen samstags ran, der Urlaub fällt aus."
(FaS, 20. Juni 2010)

Kein Kommentar!

 

 
Biber statt Sozialismus PDF Drucken E-Mail

Biber statt Sozialismus

"Der größte Feind der Deiche ist ein Tier, das sich Biber nennt. Biber leben überall an den Weichseldeichen und tragen zu ihrer Zerstörung bei", sagte der polnische Innenminister Miller auf einer Pressekonferenz am Dienstag in Warschau. (Spiegel online, 25.5.)

Die Älteren unter uns erinnern sich: Was auch immer im Ostblock vor 1990 an Unglücken passierte, alles war in der hiesigen Berichterstattung unmittelbar eine Systemfrage. Tote Bergleute, ertrunkene Bauern, ein hochgegangenes Kernkraftwerk usw. – alles Beweisstücke gegen ein menschenverachtendes System namens Sozialismus.
Heute aber, nachdem sich die Zeiten gründlich geändert haben, schafft es sogar der amtliche Schwachsinn der gewendeten Polen halbwegs positiv in die deutschen Nachrichten. Die Biber waren schuld. Da wir aber in einer Demokratie leben, gibt es noch eine ergänzende Nebenmeinung:
"Die Biber graben Tunnel in den Deichen und destabilisieren sie so von innen", sagte Feuerwehrsprecher Pawel Fratczak. "Aber sie sind nicht die einzigen, es gibt auch noch die Wühlmäuse." (ebd.)
Ah ja!

 
Iran kritisiert USA PDF Drucken E-Mail
Was für ein Irrsinn!
„Iran rügt USA: Zu viele Atomwaffen. Der Besitz von rund 5.000 Atomsprengköpfen sei ungerechtfertigt, sagte der Teheraner Außenamtssprecher Ramin Mehmanparast. Sie bedrohten die internationale Sicherheit.“ (WAZ-Meldung vom 5.5.)
Ein Staat, der von der Atommacht USA angeklagt wird, sich für die Zukunft Atomwaffen zulegen zu wollen und damit „die internationale Sicherheit“ zu bedrohen, weshalb alle anderen Staaten sich für ein von den USA angeführtes Bedrohungsszenario mit Angriffskriegsoption zusammenzufinden hätten, versucht, den Spieß umzudrehen. Das ist krank! Der Teheraner Außenamtssprecher verkennt völlig, dass die Deutungshoheit über so ein Ding wie „internationale Sicherheit“ und darüber, wer sie bedroht und wer sie verteidigt, demjenigen zukommt, der die größte Macht hat und darstellt. So buchstabiert sich imperialistische Vernunft: Wer noch gar keine Atomsprengköpfe hat, braucht sich auch über die Arsenale anderswo nicht zu beschweren!
Und wenn doch, zeigt das einmal mehr, dass hier Irre an den Schalthebeln der Macht in Teheran sitzen, wovon man sie entfernen muss. Mit oder ohne Sprengköpfe.
 
Die Presse verdaut unsere neuesten Afghanistantoten PDF Drucken E-Mail
Die Presse verdaut unsere neuesten Afghanistantoten
„Führende Militärs und Politiker hatten noch vor wenigen Wochen  vor einem Anwachsen der Gewalt in Afghanistan gewarnt, nachdem die Bundesregierung beschlossen hatte, den Einsatz der Bundeswehr in der Fläche auszudehnen und das deutsche Kontingent auf 5300 Soldaten aufzustocken.“ (SZ 3./5.4. 2010)
Merke: Die Gewalt wächst irgendwie. Jedenfalls nicht durch die deutsche Aufrüstung.
Doch wovor und wen warnen die Militärs und Politiker?
a) die Soldaten, deren Marschbefehl sie unterschrieben haben?
b) die Bevölkerung vor ihrer Politik, die über Leichen geht?
c) die Öffentlichkeit, an den Lügen von gestern festzuhalten, in Afghanistan ginge es um Brunnenbohren und Brückenbauen?
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„Zynischer Triumph. Die Taliban haben mit ihrem Raketenangriff nicht nur die Reisepläne des Verteidigungsministers durchkreuzt. Sie haben ihn auch auf das Menschenverachtendste beim Wort genommen. Guttenbergs Mahnung, dass weitere Verluste in der Natur der schrecklichen Sache liegen können, hat sich ohne Zeitverzug bewahrheitet.“ (WAZ, 16.4.)
Die Taliban können offenbar nichts richtig machen. Da landen sie mal einen ordentlichen Treffer im Krieg um die Nordprovinz und beschießen erfolgreich genau den Panzerfahrzeugtyp, den Guttenberg jetzt zur Stärkung der Truppe nachbestellt hat. Ihnen bringt das natürlich keinen Respekt – weder für Tapferkeit noch für Kriegstüchtigkeit. „Menschenverachtendst“ – offensichtlich fehlen dem WAZ-Schreiber die Worte, um das wie immer feige und zynische Handeln dieser Kriegspartei, die obendrein dieses Mal auch noch deutsche Minister von geplanten Amtsgeschäften abhält, zu fassen. Talibanhassendst?
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Der SZ-Kommentator Stefan Kornelius schreibt unter der Überschrift „Die afghanische Falle“: „Wären die Kommandeure frei gewesen, die Truppe und ihre Ausrüstung den tatsächlichen Bedürfnissen für Afghanistan anzupassen, dann hätte die Bundeswehr viel früher abschreckend wirken und womöglich eine Eskalation der Kämpfe im Einsatzgebiet verhindern können. So aber kämpft eine nachholende Truppe, deren Zuschnitt, deren Rotationsprinzip, deren Ausrüstung und deren Einsatzregeln den Bedürfnissen des politischen Betriebs in Berlin, nicht aber der militärischen Situation in Kundus oder Baghlan angepasst sind.“ (SZ, 16.4.)
Mit der kleinen Lüge, die angefallenen Toten hätten durch ein klares Bekenntnis der Politik zum Krieg und seinen Notwendigkeiten vielleicht vermieden werden können, weil der Gegner eventuell nachgegeben hätte, geißelt der SZ-Mann die Feigheit der deutschen Regierung. Die hat sich angeblich einer antimilitaristischen „öffentlichen Meinung“ untergeordnet, statt die Nation auf den Krieg und seine Erfordernisse einzuschwören  und den Kommandeuren freie Hand zu lassen. Im Namen der Gefallenen fordert er entschieden die „Eskalation“ von unserer, der richtigen Seite. Dann sind unsere Toten endlich für eine erfolgreiche Schlächterei und damit sinnvoll gestorben!
 
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