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Mittwoch, 30. Juni 2010 um 16:13 Uhr |
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Wenn Nationen Tore schießen... Wenn Podolski, Kaka oder Ronaldo ein Tor schießen, steigt weder das Bruttoinlandsprodukt noch der außenpolitische Einfluss des Landes. Belanglos sind die Ergebnisse der Nationalkicker deswegen noch lange nicht. Während der WM herrscht Ausnahmezustand: Wildfremde Menschen, die sich sonst eher misstrauisch begegnen, liegen sich beim Public Viewing betrunken in den Armen; Fabrikbesitzer, die normalerweise um jede Sekunde Arbeitszeit feilschen, halten die Fließbänder an, damit ihre Arbeiter den Nationalhelden die Daumen drücken können; Lehrer, die ansonsten jede Fehlstunde penibel ins Klassenbuch eintragen, schicken die Schüler auch schon mal nach Hause; die Herrschenden unterbrechen beim G20-Gipfel pünktlich zum Spiel ihre Sitzung und die Sprecher von Tagesschau und „heute“ widmen ohne Weiteres die Hälfte ihrer Sendeminuten Berichten über die Taten der deutschen Mannschaft.
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Mittwoch, 30. Juni 2010 um 16:20 Uhr |
Nation
Nation ist eine ebenso elementare wie wirkmächtige Ideologie vor allem bürgerlicher Staaten, mit der eine Einheit von Staat und Volk behauptet wird. Das tatsächliche Herrschaftsverhältnis – der Staat unterwirft seine Gesellschaft per Gewalt, verpflichtet sie auf die Geltung des Eigentums und richtet sie damit als Klassengesellschaft ein –, wird umgedeutet in eine vor-staatlich begründete Gemeinschaftlichkeit, der die bürgerliche Staatsgewalt dient und der sie durch Gründung des nationalen Staats Ausdruck verleiht.
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Die Finanzmärkte drohen den Euro-Staaten mit Kreditentzug – Deutschlands Antwort: |
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Mittwoch, 30. Juni 2010 um 09:40 Uhr |
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„Das größte Sparpaket in der Geschichte der Bundesrepublik“ (Teil 1) Milliardenschwere Bankenrettungen und Konjunkturprogramme haben die Staatsverschuldung der Euro-Staaten enorm wachsen lassen. Prompt werfen die gerade geretteten Finanzkapitalisten die Frage auf, ob diese Schulden ihrer staatlichen Retter überhaupt noch „solide“ sind, aus künftigen Staatseinnahmen bedient werden können, und was die Staatsschuldpapiere, die sie fleißig gekauft haben, noch wert sind. |
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Montag, 28. Juni 2010 um 12:39 Uhr |
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Mörderisches Volk Zu den ethnischen Pogromen in Kirgistan werden alle möglichen Hintergrundinformationen serviert. Eigentlich sei Stalin schuld, weil er die Grenzen gleichgültig gegenüber traditioneller Besiedlung durch Kirgisen, Usbeken, Tadschiken gezogen habe. Die Gegend sei ein Umschlagplatz für Rauschgift, entsprechend hätten mafiose Gangs mit ethnischem Schwerpunkt dort Rechnungen gegeneinander zu begleichen. Der von der Macht vertriebene Ex-Präsident wiegele mit seinen Clanmitgliedern die Volksgruppen gegeneinander auf, um das von verkehrten Nachfolgern regierte Land zu destabilisieren. Die Regierungen der Region seien zu schwach, um einzugreifen, die Paten Russland oder USA zögerten…
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Worin besteht der Sieg für Emmely? |
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Montag, 28. Juni 2010 um 12:33 Uhr |
Höchstes Arbeitsgericht klärt auf: Bagatellkündigung nicht immer o.k.!
Viele haben sich ereifert über die Hartherzigkeit und Ungerechtigkeit der Kündigung von „Emmely“. Diese über die Grenzen hinaus bekanntgewordene und zur Symbolfigur eines Kampfes gegen Unternehmerwillkür und Klassenjustiz aufgestiegene Kassiererin aus Berlin, die eigentlich Barbara heißt, hat jetzt von höchster Instanz Recht bekommen. |
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